Einfach sein
Der Übergang vom Zustand des “Tuns” in den des “Seins” kann uns, aus der Gewohnheit des ständigen Nachdenkens herausholen und helfen, jeden einzelnen Moment voll auszukosten. In dieser Gemütsruhe sind wir dann auch in der Lage, die Dinge genau so zu akzeptieren, wie sie sind.
Wenn die Gedanken routieren, einen Looping nach dem anderen drehen, rauben sie uns Ruhe, die wir alle hin und wieder nötig haben.
Die regelmäßige Anwendung von Achtsamkeitsübungen (z.B. durch Yogaübungen, Atemtechniken, Meditation) kann physisch und psychisch dauerhaften Nutzen bringen:
- mehr Ruhe und Entspannung
- mehr Energie und Lebensfreude
- ein höheres Selbstvertrauen und -akzeptanz
- geringere Anfälligkeit gegenüber Stress, Depression, Angst, chronischen Schmerzen, Suchtverhalten
- stärkeres Immunsystem
- mehr Mitgefühl für sich und andere, …
Achtsamkeitstraining heilt nicht alle Leiden, jedoch verändert es den Blickwinkel und eröffnet neue Möglichkeiten und Denkmuster. Durch Konzentration auf die Atmung oder Umgebungsgeräusche, können Schmerzen, Ängste oder negativer Stress in den Hintergrund treten und du kannst dich wieder auf andere Dinge besser fokussieren.
Deine Achtsamkeitspraxis entflammt außerdem auch deine kindliche Neugier und macht dir die Schönheit deiner Umgebung bewusst: Der Duft, der frisch gepflückten Erdbeere; die warmen Sonnenstrahlen auf deiner Haut; die Leichtigkeit der Schmetterlinge; …
Wenn du achtsamer bist, wirst du zusätzlich mitfühlender und dankbarer. Ganz automatisch macht es dich zufriedener. Und Zufriedenheit ist ein wunderbares Glücksgefühl.
Es kann sein, dass dir diese Übungen (nach unten scrollen) anfangs sehr schwierig erscheinen, weil dein Geist wie eine verrückte Affenbande rumturnt. Das ist normal und dies entspricht der Natur unseres Geistes – er neigt dazu, sich ständig zu beschäftigen, ob wir es wollen oder nicht. Sobald die Affenbande also wieder laut wird, lenke sie ganz sanft und wertfrei wieder auf deinen Anker: deine Achtsamkeitsübung (Bilder, Geräusche, Empfindungen, Gerüche, Geschmack).
ÜBUNGEN
Einfache Achtsamkeitsübungen beschäftigen Geist und Körper und helfen damit loszulassen. Sie versetzen uns allmählich in einen Zustand der Gelassenheit und des inneren Friedens.
Im Jetzt sein
Übung 1: Stell deine Routinetätigkeiten ab und erledige deine Aufgaben fokussiert, Schritt für Schritt: heute putzt du dir mit besonderer Achtsamkeit die Zähne, morgen nimmst du langsames Essen und trinken noch dazu, usw. So gleitest du immer entspannter und wohlwollender durchs Leben.
Übung 2: Schau dich um und widme deine gesamte Aufmerksamkeit einen Aspekt in deinem Leben: Betrachte ein bestimmtes Blatt/Stein/Gegenstand und stell dir den Entstehungsprozess genau vor. Verbringe so ein paar Minuten.
Den Atem wecken
Übung 1: Im Sitzen oder Stehen ausführen: Mit der Einatmung die Arme über die Seite nach oben über den Kopf führen – Handflächen berühren sich – und mit der Ausatmung bringe deine Arme wieder langsam seitlich neben den Körper. 5-8 Wiederholungen
Übung 2: Spüre deine Atmung tief in den Bauch eindringen und wie der sanfte Atemzug aus deiner Nase ausströmt. Nimm wahr, wie sich dein Bauch und dein Brust heben und senken, wie deine Atmung, wie eine Welle durch deinen Körper gleitet. Verbringe so ein paar Minuten.



